My Remarks!

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Mont Ventoux ³

Willkommen im Club der Spinner

Ja! Nennt mich einen Verrückten, einen Spinner, einen Schwachsinnigen. Einen, der Tage und Wochen seines Lebens im Sattel verbringt, um scheinbar sinnlos irgendwelchen Zielen hinterher zu hecheln. Zumindest bin ich das in den Augen derer, die die Liebe zum Rennradfahren nicht nachvollziehen können, die nicht die Herausforderung suchen und die statt dessen ihre Zeit vielleicht am Tresen, Computer oder mit sonstigen Banalitäten verbringen. IMG 7448 ausschnitt kleinAll denen sei gesagt: Ihr Armseligen wisst nicht was ihr verpasst! All die Momente des Glücks, etwas wirklich geschafft zu haben, was man sich kaum vorstellen kann. Es gibt unendlich viele dieser Herausforderungen, teilweise liegen sie in großer Ferne, teilweise direkt vor der Haustür. Eine davon ist aber etwas besonderes, sie trägt den Namen "Mont Ventoux".

Wie alles begann

Auf dem Weg an die Côte d'Azur oder Provence fällt irgendwann der Blick unweigerlich auf einen Riesen, der zwischen Orange und Avignon auf der linken Seite plötzlich erscheint. Ein mächtiger Berg mit weißer Kappe und Turm obendrauf. Liegt dort mitten im August etwa noch Schnee, habe ich mich tatsächlich gefragt, als ich vor ca. 30 Jahren zum ersten Mal vorbeigefahren bin. Jahre später, inzwischen habe ich das Rennrad für mich entdeckt, fahre ich jedes mal voller Ehrfurcht an diesem Koloss vorbei, immer mit mir selbst ringend, ob ich doch kurz anhalten soll, um "Ihn" zu bezwingen. mnt ventoux kleinDie jährliche Tour durch die Alpen, die ich mit gleichgesinnten Arbeitskollegen unternehme und bei der wir schon sooft in den französischen Alpen waren, hatte alle namhaften Anstiege im Programm. Wir haben weder Iseran, Galibier, la Bonette, Izoard, Alpe d'Huez ausgelassen ... außer dem Ventoux. Was war der Grund dafür? Angst oder anders formuliert, Respekt?
Tatsächlich gibt es nicht viele Anstiege in den Alpen, bei denen so viele Höhenmeter bewältigt werden müssen wie am Mont Ventoux. Dieser ist zwar nur 1.912m hoch, da der beliebteste Ausgangspunkt (Bedoin) aber lediglich auf ca. 300m liegt, sind das satte 1.600hm die auf den ca. 20km abgearbeitet werden müssen. Hinzu kommen die unerbittliche Sonne und der beständige Wind, die diesem Berg eine besondere Schwierigkeit verleihen. Zum Mythos wurde der Mont Ventoux spätestens im Jahr 1967, als bei der Tour de France der Rennradfahrer Tom Simpson, vollgepumpt mit Drogen kollabierte und sein Leben gelassen hat. Kurz vor dem Gipfel erinnert ein Denkmal an dieses tragische Ereignis.
Irgendwann - so um das Jahr 2010 - lese ich in einem Rennrad-Magazin einen Bericht, der aus der zähen Masse sich jährlich wiederholender Themen hervorsticht und mich aufmerken lässt. Da ist die Rede von einem Club, in den jeder aufgenommen wird, der nachweislich den Mont Ventoux dreimal an einem Tag hochgefahren ist. Das klingt krass, 4.400hm an einem Tag mit nur einem Ziel. Dieser Club nennt sich sinnigerweise auch Club des Cinglés du Mont-Ventoux was auf Deutsch in etwa heisst wie Club der Spinner des Mont Ventoux. Das muss ich machen, da will ich rein! Ab diesem Moment sind die Vorbeifahrten auf der Autobahn nicht mehr von Ehrfurcht geprägt sondern nur noch von blanker ANGST!

Die nächsten Jahre verbringe ich aber hauptsächlich damit, mich auf feuchte Langstreckenrennen in Norwegen vorzubereiten. Deshalb geräte der Mont Ventoux etwas in Vergessenheit. Allenfalls bei der Planung der jährlichen Alpentour mit meinen Ex-Kollegen kommt der Name regelmäßig auf's Tableau, wird aber von meinen teilweise etwas hasenfüßigen Mitstreitern gerne unter vorschützen fadenscheiniger Argumente von demselbigen gestrichen. Auch 2016 ist das nicht anders ... nur dass ich nach körperlichen und technischen Unpässlichkeiten bei meinem dritten Styrkeprøven Abenteuer, das Ziel nicht erreicht habe (siehe Bericht) und ich deshalb eine Kompensation für mein angekratztes Ego suche. Durch einen unglaublichen Zufall bekomme ich von meiner Frau Iris, zum Geburtstag einen einwöchigen Aufenthalt in der Provence mit dem Hinweis geschenkt, dass ich dann auch endlich mal auf den Ventoux fahren könne. Jetzt gibt es kein Zurück mehr!

Der Club

Kurz darauf informiere ich mich im Internet, über das Reglement für eine Aufnahme in diesen illustren Verein. Dieses sieht vor, dass man sich gegen eine Gebühr von 20€ als sog. Kandidat einschreibt. Dafür erhält man eine Startkarte und eine Rahmenplakette für das Rad. Stempelkarte0001Die Herausforderung besteht darin, den Mont Ventoux innerhalb 24h von jedem der Ausgangsorte Bédoin, Malaucéne und Sault einmal zu überqueren. Auf der Startkarte dokumentiert man dann jeweils Ort und Zeit bei Abfahrt oder Durchfahrt in einem der Ausgangspunkte sowie die drei Gipfelüberquerungen. Bestätigt wird dies immer durch einen Stempel eines Händlers bzw. Ortsverwaltung oder dem Tourismusbüro. Hat man das geschafft, schickt man die original Stempelkarte zurück und wird nach eingehender Prüfung der Gültigkeit, in den Club des Cinglés du Mont-Ventoux aufgenommen.

Die Planung

Da Iris auch einmal miterleben wollte, wie es ist, einen Alpenpass zu bezwingen, hat sie sich entschieden, für diesen Tag ein E-Bike auszuleihen. Bei einer moderaten Unterstützung sollte der Akku auf jeden Fall bis zum Gipfel reichen. Der Plan sah so aus, dass sie mich bei der ersten Auffahrt begleitet, während meiner zweiten Etappe in dem Berg-Restaurant den Akku lädt um bei der dritten Runde wieder dabeizusein. Dafür dass sie einen Motor hatte, durfte sie auch den Rucksack tragen, in dem mein Treibstoff enthalten war. Dieser bestand aus 2x Flüssignahrung Fresubin, 4 Stücken frz. Gewürzbrot (Pain d‘epices), 4 Gels und 2 RedBull. Aufgrund meiner negativen Erfahrungen mit den Carbon-Milch-Wunder-Laufrädern von Meister Glaser, wollte ich mich nicht zu sehr von der Technik abhängig machen und habe ich mich deshalb für die bewährten Alu-Laufräder entschieden. Im Falle einer Panne hatte ich einen Schlauch und ganz banales Flickzeug parat. Falls es ganz schlimm kommen sollte, war im Rucksack meiner Frau ein weiterer Schlauch in Reserve.

Etappe 1: Bédoin

Die Abfahrt aus unserem wunderschönen Domizil Metafort in Methamis hat sich leicht verzögert, deshalb sind wir in Bédoin erst um 8:15 Uhr losgekommen. Eigentlich wollte ich die erste Auffahrt spätestens um 10 Uhr beendet haben, um nicht in die pralle Mittagssonne zu kommen. Wer uns aber kennt, der weiß, dass wir mit unseren Zeitplänen regelmäßig scheitern. Zudem war das Frühstück einfach zu gut. Schon auf den ersten paar Kilometern kamen uns viele Rennradfahrer entgegen, die vermutlich den Sonnenaufgang auf dem Ventoux erleben wollten. IMG 7615 ausschnitt kleinDa ich einen gehörigen Respekt vor der Aufgabe hatte, bin ich die erste Etappe in sehr gemäßigtem Tempo angegangen. Der Wattmesser zeigte meistens zwischen 170 und 200 Watt, ich wollte mein Pulver trocken halten. Die Bedingungen waren ideal, nicht zu heiß, und noch kaum Wind. Die ersten 15km befindet man sich auch hauptsächlich in bewaldetem Gebiet, in dem man ab und zu einen kurzen Blick auf den weit entfernten Ventoux erhaschen kann. ventoux meilensteinDie Steigungsprozente sind auf den ersten 5 Kilometern mäßig, wachsen dann aber dann auf ordentliche 9-10% an und bleiben bis kurz vor dem Chalet Reynard (ca. 1400m) auch permanent in diesem Bereich. Iris hält bis dahin gut mit und braucht lediglich die zweite (von vier) Unterstützungsstufen. Deshalb ist der Akku jetzt auch noch halb voll.

Ab den Chalet beginnt dann das imposante Fels und Geröll Szenario, für das der Ventoux bekannt ist. Obwohl der Gipfel greifbar nah erscheint, sind von hier immernoch 6km und 500hm zu überwinden. Zunächst rollte es hier wie von alleine, denn es war deutlich flacher als bisher, dafür brannte die Sonne unerbittlich auf den Rücken. Wir überholten eine kleine Radgruppe die sich schon wunderten, warum wir uns an dieser Stelle immernoch flüssig unterhalten können. Iris entschuldigte sich sogleich, denn das Geräusch des Elektroantriebs war nicht zu überhören. Kurz vor dem Gipfel wurde es dann aber nochmal richtig steil, aber die Euphorie mit dem Blick auf den Turm überwog. Eine letzte Kehre, dann waren wir oben. Unglaublich wie viele Rennradfahrer sich da oben tummelten, den ein oder anderen Clubanwärter konnte ich an der Plakette am Rad auch erkennen. Kurze Pause, Gipfelbild und Stempel im Souvenir Shop abholen. Iris macht sich auf den Weg ins Restaurant um den Akku aufzuladen. Wir verabredeten uns für 13 Uhr wieder am gleichen Ort und dann stürzte ich mich um kurz nach halb 11 hinab nach Malaucéne.

Etappe 2: Malaucéne

Einerseits ist es ein wahrer Genuß, andererseits ein riesen Jammer, auf den etwa 21 Kilometern die gesamte erstrampelte Höhe wieder zu vernichten. Zudem ist da ein seltsames Gefühl gegen das ich ankämpfen muss, denn ich weiß, dass ich jeden Meter den ich jetzt nach unten fahre, qualvoll wieder nach oben muss. Die Straße war in einem sehr guten Zustand, keine Schlaglöcher und ab der Skistation ein relativ neuer, wenngleich auch recht grober Straßenbelag. Deshalb ist es wirklich eine Freude auf den vielen langen Geraden es mal richtig laufen zu lassen. Kurz nach dem Ortsschild fährt man dann auch direkt auf den ersten Bike-Shop zu, in dem mir eine junge Dame bereitwillig einen Stempel auf meine Karte drückt. Bonne route Cinglé oder so was ähnliches gab sie mir zum Abschied auf den Weg, und los ging es auf die zweite Etappe. Zuvor würge ich mir noch meine zweite Fresubin Flüssignahrung rein. Cappuccino Geschmack, wie lecker. Leider bei geschätzten 30°C etwas zähflüssig im Abgang und ich muss höllisch aufpassen, dass das Zeug nicht rückwärts wieder hochkommt. Mit etwas Wasser aus der Trinkflasche nachspülen dann gehts schon wieder. IMG 7511 klein

Um exakt 11:05 trete ich die zweite Bergfahrt an. Leider werde ich dieses Mal nicht eskortiert, bin aber dennoch nicht alleine auf der Strecke. Unten in Malaucéne standen etliche Rennradfahrer bereit, sich mit mir auf den Weg zu machen. Besonders wunderte ich mich über eine Gruppe von Holländern, die total locker ständig um mich rum waren. Keine von Verpflegungsmaterial ausgebeulten Rückentaschen und gerade mal eine Trinkflasche am Rahmen. Es dauerte aber nicht lange bis klar wurde, dass die Gruppe ein persönliches Begleitfahrzeug hatte. Frauen und Kinder feuerten an was das Zeug hergab und versorgten ihre Männer obendrein noch perfekt mit Getränken und Essen. Zumindest von der Anfeuerung hab ich auch was abbekommen was vielleicht der Grund war, warum ich vor denen wieder oben angekommen bin. Die Seite von Malaucéne kam mir deutlich härter vor als die vorherige. Das lag vielleicht daran, dass die Temperaturen zwischenzeitlich die 30°C überschritten hatten und ein spürbarer Gegenwind herrschte. Zudem war der mittlere Teil der Strecke auch konsequent steil, über ca. 5km hat der Tacho fast nie unter 10% angezeigt, oft sogar deutlich mehr. Tatsächlich sagte mir aber mein Leistungsmesser, dass ich mich immer zwischen 180 und 190W bewege und die Anstrengung deshalb nicht höher sein sollte als von der anderen Seite. So kann die subjektive Empfindung täuschen.

Neben den vielen Holländern waren auch einige Briten auf der Strecke. Das ist mir deshalb aufgefallen, da diese oft mit niedriger Trittfrequenz und schmerzverzerrten Gesichertern gegen Berg, Wind und Temperatur ankämpften und nur einen gequält klingenden Gruß über die Lippen brachten. Der ein oder andere war, sein Rad liebend und deshalb schiebend unterwegs. Vermutlich wollten diese aber lediglich Chris Froome nachahmen der bei der diesjährigen Tour de France damit ein Highlight setzte. Kurz vor dem Gipfel bemerkte ich dann auch, dass dunkle Wolken aufzogen und es den Anschein hatte, dass gleich ein Gewittersturm niedergeht. Leicht verspätet oben angekommen (ca. 13:15), war Iris noch im Restaurant mit dem Laden des Akkus beschäftigt. Nach Stempel und Beweisfoto habe ich dort ebenfalls erst mal eine Pause eingelegt, denn ist es verdammt kühl geworden.

Etappe 3: Sault

Kurz vor 14:00 Uhr sind wir dann wieder losgefahren. Es war zwar immernoch kühl, aber die Wolken haben sich wieder verzogen. Die Gestaltung der 26km langen Abfahrt war eine spannende Herausforderung. Iris konnte (und wollte) natürlich nicht zu schnell fahren. Andererseits konnte ich nicht ständig bremsen da sonst irgendwann meine Reifen geplatzt wären. Deshalb haben wir das so gemacht, dass ich immer so 2-3km vorausgefahren bin und dann wieder gewartet habe. Auf dem langen Weg nach unten bemerkten wir irgendwann, dass es seltsam riecht und die Bremswirkung etwas nachgelassen hat. Wäre es dunkel gewesen, hätte man vermutlich die Bremsscheiben des E-Bikes glühen sehen. Deshalb nochmal eine kurze Pause um die Dinger wieder etwas abzukühlen. Während der Abfahrt nach Sault konnte ich dann erfreulicherweise feststellen, dass der letzte der drei Anstiege nicht besonders herausfordernd sein wird. Ab dem Chalet Reynard gab es viele Flachpassagen und das Gefälle war kaum mehr als 7%. So freute ich mich richtig auf das Finale. Nach ca. 45 Minuten sind wir endlich unten angekommen, hab mir einen Stempel vom Office du Tourisme in Sault abgeholt und los ging es auf den letzten Ritt.

IMG 7548 ausschnitt kleinDie Strecke führte mäandrierend mit leichtem Anstieg durch eines der malerischsten Gebiete der Provence. An den Straßenrändern lag überall noch das Stroh von der letzten Lavendel-Ernte, sogar die Luft war erfüllt von diesem Duft. Genau hier ist der Hauptproduzent des weltweit beliebten Lavendel-Öls, das war deutlich zu riechen. Meine Beine waren in bestem Zustand, ganz im Gegenteil von dem Allerwertesten meiner Frau. Trotz motorischer Unterstützung war ihr Hintern doch erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass sie regelmäßige kurze Entlastungspausen machen musste, während ich weiter locker in Richtung Ventoux pedalierte. Falls jemand das Erlebnis dieses Berges mit wenig Trainingsaufwand haben möchte, ist das genau der richtige Startpunkt. Auf den ersten knapp 20 Kilometern sind gerade mal 650 Höhenmeter zu überwinden. Ab dem Chalet trifft man dann auf die gleiche Strecke wie von Bedoin und man muss die letzten 6km etwas auf die Zähne beißen. Das war für meine Frau im Übrigen auch angesagt, denn wir mussten dem schlechten Zustand ihres Hinterteils Genüge tun und deshalb eine etwa 10-minütige Pause am Chalet Reynard einlegen. Die letzten Kilometer waren dann auch ein Traum. Optimales Wetter, das Ziel vor Augen und mit dem euphorischen Gefühl es geschafft zu haben ging es fast von alleine bis zum Gipfel.

Herzlich Willkommen im Club der Spinner!

Nach den obligatorischen Gipfelzeremonien, mussten wir uns nun etwas beeilen, denn um 18:00 Uhr schloss der Fahrradladen in dem wir das E-Bike gemietet haben. Hierfür standen uns jetzt nur noch 50 Minuten zur Verfügung und wegen der gebremsten Euphorie von Iris, wurde das nun knapp. Wir wendeten die gleiche Taktik wie bei der letzten Abfahrt an, benötigten ebenfalls einen kleinen Stopp um die Bremsen zu kühlen und waren dann doch noch 10 Minuten vor Ladenschluß am Ziel.

Fazit

Einfach ein geiles Gefühl, diese Herausforderung geschafft zu haben. Eine besondere Freude für mich war es, von meiner Frau begleitet zu werden. So bekam sie ein wenig den Eindruck, wie es sich anfühlt einen Alpenpass mit dem Rad zu erklimmen. IMG 7514 kleinDen Eindruck den er Sattel an ihrem Po hinterlassen hat, gab es gratis dazu war aber nicht bleibend und zwei Tage später schon wieder vergessen. Insgesamt gesehen hatte ich sehr viel Glück mit den äußeren Bedingungen. Es war an diesem Tag mit maximal 30°€ nicht übermäßig heiß und der Wind hat abgesehen von der Anfahrt aus Malaucéne nicht besonders stark geweht. Rückblickend - und das meine ich nicht überheblich - würde ich behaupten, dass ich noch mindestens eine weitere Auffahrt geschafft hätte. Das liegt daran, dass ich meine Kräfte nur sehr dosiert eingesetzt und ich mich bei Pausen und Abfahrten immer wieder sehr gut erholt habe. Aus meinen diversen Erfahrungen mit Langstreckenrennen weiß ich auch, dass die Ernährung eine enorm große Rolle spielt. Nur durch regelmäßiges Essen und Trinken kann eine konstante Leistung aufrechterhalten werden und das gilt hier natürlich insbesondere.

Für Ventoux Anfänger oder Rennradfahrer, die nur wenige Kilometer in den Beinen haben, ist die Anfahrt von Sault optimal. Lediglich auf den letzten 5 Kilometern zeigt der Ventoux sein wahres Gesicht. Was sonst noch in Erinnerung bleiben wird, lässt sich mit den Worten eines wahrlich großen Franzosen sagen: Ils sont fous, ces Anglais - Die spinnen, die Briten. Das passt ja dann auch wieder zum Club!

Und wer mich jetzt einen Verrückten nennt, dem empfehle ich diesen Bericht zu lesen. Viel Vergnügen dabei!

cingleNachtrag

Seit heute (21.09.) habe ich es schriftlich. Ich bin nun offizieller Spinner und im Club als Cinglé No. 10026 (mit Plakette) registriert. Damit dürfte ich dann auch freien Eintritt in die hiesige Nervenheilanstalt haben. Wenn ich demnächst wieder in der Nähe bin, werde ich es vielleicht probieren ...?

 

Statistik

leider fehlen im Profil die letzten 6km, denn die Aufzeichnung des Garmin ist abgebrochen.

profil cingle

 

Strecke km Zeit Ø Leistung km/h hm Energieverbrauch(1) Ernährung
Bédoin - Ventoux  21,4  2:05  191W  10,3 1.590 1.369kCal 1xGel, 1xFresubin, 1x0,75 IsoDrink (ca. 700kCal)
Malaucéne - Ventoux  21,2  2:09  181W   9,8 1.575 1.339kCal 1xFresubin, 1xRedBull, 2x0,75 IsoDrink (ca. 850kCal)
Sault - Ventoux  26,3  1:55  172W  13,7 1.214 1.134kCal 2xExpresso, 2xKuchen, 1xRedBull 2x0,75 IsoDrink (ca. 650kCal)
Gesamt 137,8  7:49  181W  17,6 4.379    

(1) Umrechnung: 1Wh = 0,86kCal. Wirkungsgrad Mensch=25%, d.h. 75% verpuffen in Wärme/Sonstiges und nur 25% kommen am Pedal an.leistungkcal

 

Video

 

Links

Strava Aufzeichnung

Club des Cinglés du Mont-Ventoux

Tour de France 2016: Mont Ventoux (YouTube)

Mont Ventoux bei Wikipedia

Cinglés du VENTOUX et tour de France

Ritchie Ritzel Reloaded

Ventoux für Verrückte

Unsere Unterkunft: Metafort in Methamis *****

 

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Comments   

0 #3 Stefan Armbruster 2016-09-20 20:46
Danke Josef! In den "Beinen" ein bisschen, aber an der Birne auf jeden Fall.... alleine wegen meiner Norwegen Spinnereien?
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0 #2 KIKI-129 2016-09-15 10:48
le Ventoux c'est magique bienvenue chez les Cinglés du Ventoux
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0 #1 Josef Noll, "el falco" 2016-09-12 17:26
Souverän, lieber Stefan. Du hast es wirklich in den Beinen. Dann fehlt Dir nur noch Jotunheimen Rundt zum vollkommenen Glück. Nur 3.700 Höhenmeter, die aber verteilt auf 450 km. Und die höchsten Berge Norwegens um Dich rum. Sag Bescheid, ich bin dabei :-)
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